Der Einzelgänger
Konrad Klapheck (1935–2023) wandte sich in einer Zeit, in der fast alle abstrakt malen wollten, Alltagsobjekten zu: Schreibmaschinen, Wasserhähnen und Bügeleisen. Er arbeitete in seinem eigenen Kunst-Kosmos und wurde zu einem verspäteten Surrealisten.
Der Illusionist
Alltagsgeräte werden zu bedrohlichen und lebendigen Kreaturen aus einer längst vergangenen analogen Maschinenwelt. Sie sind seltsam verfremdet und rätselhaft, mal Dämon, mal Monument. In den Bildern wandeln sich die kalten Maschinen zu lebendigen Wesen.
Der Perfektionist
Klapheck malte präzise und penibel bis ins Detail. Die Objekte verzerrte er mit sehr viel Feingefühl. Wie seine Tochter berichtet, war er wochenlang nicht zu genießen, weil die Perspektive der Speichen eines Fahrrades nicht perfekt genug waren. Die Titel der Arbeiten entstanden im Laufe der Entstehung und waren mal ironisch, mal dramatisch.
Hintergrund
In einem separaten Raum läuft ein sehr sehenswerter Film, in dem Klapheck sehr viel über seine Arbeiten und deren Entstehung erzählt. Er ist ein Perfektionist, der tagelang einen einzelnen Strich korrigieren kann, bis er ins Bild passt.
Was man auf keinen Fall verpassen darf, ist eine Führung durch die Ausstellung. Viele Hintergrundinformationen und Anekdoten zu den Werken. Trotz der kompetenten Erläuterungen bleibt immer Raum für einen Dialog und eine persönliche Interpretation.
Weitere Imformationen
Zu der Ausstellung gibt es viele Veranstaltungen, bei denen für jeden etwas dabei ist.
u.v.m.
„Konrad Klapheck – Nicht von Menschenhand“
bis zum 26.04.2026
Dienstag bis Sonntag und Feiertag | 10.00 – 17.30 Uhr
Öffentliche Führungen
Sonntag und Feiertag | 11.30 Uhr | 14.30 Uhr
Museum Schloss Cappenberg
Schlossberg 1b
59379 Selm
Fon 0 23 03 27-70 41 (Besucherservice MUSEUM)
museum@kreis-unna.de
www.museum-schloss-cappenberg.de

