Es ist vollbracht – die klimarelevante Umgestaltung des Europaplatzes.
Der sorgfältig versiegelte Europaplatz wurde wieder aufgerissen und mit vier Bäumen bepflanzt. Immerhin ist jetzt das Mikroklima schon gerettet.
Dagegen kann doch niemand etwas haben
Doch! Herr Dahlke (Gartenbauexperte) sieht hier keinen geeigneten Standort für die Bäume. Für die Umsetzungskosten von 61.500 € könne man 500 heimische Bäume erwerben.
Aber Hand aufs Herz – für 500 Bäume ist doch gar kein Platz auf dem Platz.
Kein Raum für Demos mehr
Der Platz wurde so weit verkleinert, dass keine „Fridays for Future“-Demos mehr stattfinden können. Diese Behauptung konnte nicht bestätigt werden.
Wer aber genau hinsieht, kann unter dem Europaplatzschild schon den Umleitungspfeil erkennen.
Gut sichtbar
Damit Unfälle in der Dunkelheit – hauptsächlich mit E-Scootern – vermieden werden, erhielten die Bäumchen einen weißen Anstrich, Sicherheit muss sein. Auch solche Maßnahmen gibt es nicht umsonst.
Also alles prima?
Fazit
Für außergewöhnliche Projekte muss man auch mal tiefer in die Tasche greifen, auch wenn es wehtut. Leisten kann sich die Stadt das eigentlich nicht, aber Attraktivität hat ihren Preis.
Im nächsten Sommer wird sich der Europaplatz mit Menschen füllen, die im Schatten der vier Bäume auf den vier Bänken verweilen. Kühl und zugig, so wie wir es mögen. Schade nur, dass kühle Luft nicht nach oben steigt, denn dann hätte auch die Verwaltung etwas davon und würde bestimmt „coolere“ Projekte finden.
Als Nächstes ist der Marktplatz dran, vielleicht mit 16 Bäumen für 240.000 €.



Bei der Vergabe des Namens Europlatz hat ich als erste den Gedanken dazu. Nach meiner Ansicht ist das ein Platz, der immer noch verkleinert wird. Und der Betrag für 61500 Euro wäre nicht notwendig gewesen.
Vielleicht sollte der Platz „Europaplätzchen“ umbenannt werden.
Die Kosten für die Platzgestaltung sind angesichts der Haushaltslage ein Skandal. Aber wen schert es. Es gibt keinen nennenswerten Protest. Der Nutzen und die Wirkung der Neugestaltung sind fragwürdig
Wenn ich mal Herrn Müller-Baß zitieren darf: „Geld ist vorhanden, die Frage ist nur, wofür es ausgegeben wird“. Eine Boulebahn wäre sicherlich günstiger gewesen.